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| Pressemitteilung, 25.11.2009 |
allgemein |
| VDV kritisiert DIW-Gutachten über Wegekosten |
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| DIW-Berechnungen der Wegekosten verzerrt Ergebnisse zum Nachteil der Schiene |
“Ein Gutachten mit schwerer Schlagseite zugunsten der Straße“, so urteilt der VDV über die kürzlich vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) vorgelegte Untersuchung zu den Wegekosten der Verkehrsträger.
Der vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik (BGL), vom ADAC und vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) beauftragte Wegekosten-Vergleich zwischen Straße und Schiene geht von Annahmen aus, die den Schienenverkehr gegenüber der Straße benachteiligen, stellt VDV-Hauptgeschäftsführerin Dr.-Ing. Claudia Langowsky fest. Das DIW-Gutachten setze die Kosten des Straßenverkehrs zu niedrig an und die Einnahmen zu hoch. „Der tatsächliche Verschleiß und die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Straßennetzes sind nicht realistisch, sondern zu niedrig angesetzt“, betonte Frau Langowsky. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) nennt weitaus höhere Gesamtkosten für das Bundesfernstraßennetz als das DIW-Gutachten: statt knapp 11 Mrd. Euro (Bundesstraßen 6,2 Mrd. Euro, Bundesautobahnen 4,5 Mrd. Euro) betragen die Wegekosten nach Berechnung des Bundes vielmehr 23,5 Mrd. Euro (Bundesstraßen 10,7 Mrd. Euro, Bundesautobahnen 12,7 Mrd. Euro).
Auch auf der Einnahmenseite geht das DIW-Gutachten von unrealistischen Annahmen aus. So sei es völlig abwegig, alle straßenverkehrsbezogenen Steuern als Einnahmen zu verbuchen und diese vollständig dem Straßenverkehr zuzuordnen. „Steuern sind in Deutschland prinzipiell nicht zweckgebunden. Gerade die Einnahmen aus der Mineralölsteuer dient auch zur Deckung nicht-verkehrsbezogener Kosten“, so Frau Langowsky weiter. Das hätte bei der Ermittlung des Deckungsbeitrags der Verkehrswege berücksichtigt werden müssen. In dieser Form jedoch, so das Fazit des VDV, ist das DIW-Gutachten mehr Verzerrung als Aufklärung.
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