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| VDV-Projekte |
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| Schriften 452 und 455: FAQ |  |
Geokoordinaten Ortsauflösung:
Die letzte Nachkommastelle (Millisekunden) im vorgeschlagenen Format "gggmmssnnn" entspricht tatsächlich einer Ortsauflösung von 2-3 cm.
Die aktuell erreichbare Genauigkeit mit GPS-Ortung liegt bei 2-3 m. Wenn man ansetzt, dass Solldaten um eine Grössenordung (=Nachkommastelle) besser versorgt sein sollten als die Messwerte, wäre genaugenommen eine Darstellung mit 9 Stellen (d.h. Millisekunden weglassen) ausreichend.
Das 10stelligen Format ist bei uns (IVU) und auch anderen Systemen (z.B. EPON) bereits implementiert.
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Richtung
Die Version 1.4 wurde erweitert um Koordinaten und auch um Polygonzüge (Definition von Zwischenpunkten).
Den Parameter Richtung benötigt man bei der Ortung, weil eine gemessene GPS-Koordinate von Natur aus eine statistische Abweichung von einigen Metern hat, und diese Genauigkeit reicht, bei ganz nahe beieinanderliegenden Haltepunkten nicht aus, den Ort wirklich immer 100 % sauber zu erkennen, die Richtung ist quasi ein weiteres Entscheidungskriterium bei der Ortung.
Theoretisch wäre die benötigte (Einfahrts-) Richtung ist ebenfalls aus den Koordinaten der neu eingeführten Zwischenpunkte berechenbar (= geografische Differenz letzter Zwischenpunkt zu Bezugspunkt).
Das Element Richtung ist jedoch nur entbehrlich wenn Zwischenpunkte bis auf den letzten Meter vor der Haltestelle eingetragen werden. Das ist in vielen Fällen unrealistisch.
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Zwischenpunkte
Soll ein Fahrplanstand über die VDV-452 Schnittstelle in ein bestehendes Netz
einer digitalen routingfähigen Karte übernommen werden, stellt sich oft die Frage
nach dem korrekten Linienroutenverlauf. Alleine durch die Position der Haltestellen
oder Haltepunkte aus den Tabellen LID_VERLAUF(246), REC_SEL (299) und
REC_ORT ergibt sich nicht zwangsläufig das wirklichkeitsgetreues Bild des
Fahrwegverlaufs. Um den exakten Linienroutenverlauf auf dem zugrunde liegenden
Netz abzubilden, ist meist großer manueller Aufwand notwendig. Selbst bei
automatisierten Routingprozessen zur Wegesuche zwischen den Haltestellen/-
punkten bleibt dem Bearbeiter eine manuelle Überprüfung und Nacharbeit nicht
erspart.
Ziel von Einleseprozessen über standardisierte Schnittstellen ist, alle relevanten
Informationen möglichst automatisiert und ohne manuelle
Nachbearbeitungsprozesse zu übernehmen und in ein bestehendes Netzmodell zu
integrieren. Darum wurde das Datenmodell der VDV-452 Schnittstelle in der Version 1.4 um Strukturen
erweitert, um Information über Punkte zwischen 2 Haltepunkten und damit im
Linienverlauf zu übergeben, damit ein wirklichkeitsgetreuer Verlauf der Linienrouten
abgebildet werden kann.
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