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Eisenbahninfrastruktur - Das Rückgrat der Schiene
 

  • Verfügbare Infrastrukturen

Öffentlich zugängliche Eisenbahninfrastrukturen unterteilen sich in Strecken und Serviceeinrichtungen (Bahnhöfe, Bahnsteige, Umschlagterminals, Ladestellen, Hafeneisenbahnen, Werkstätten, Tankstellen etc.).

Größter Infrastrukturbetreiber in Deutschland ist die DB Netz AG. An deren Streckennetz sind zahlreiche Eisenbahninfrastrukturen von Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE) angeschlossen. Die NE betreiben Strecken und Serviceeinrichtungen in der Region. 

Ergänzt wird das öffentliche Schienennetz durch nichtöffentliche Eisenbahninfrastrukturen wie z.B. Werks-/ Industriebahnen, Anschlussbahnen und private Gleisanschlüsse von Kunden.

 

  • Diskrimierungsfreier Netzzugang/ Regulierung

Öffentlich zugängliche Eisenbahninfrastrukturen werden in der Regel durch mehrere Verkehrsunternehmen genutzt. Verschiedene Gesetze und Verordnungen regeln den diskrimierungsfreien Netzzugang auf der Schiene und die Bundesnetzagentur als zuständige Regulierungsbehörde überwacht die Einhaltung der Bestimmungen. 

  • Nutzungsbedingungen und Entgeltsysteme der Infrastrukturbetreiber

Betreiber von Schienenwegen haben "Schienennetz-Benutzungsbedingungen (SNB)" und Betreiber von Serviceeinrichtungen "Nutzungsbedingungen für Serviceeinrichtungen (NBS)" aufzustellen. Der VDV stellt allen Eisenbahninfrastrukturunternehmen Muster-SNB und Muster-NBS zur Verfügung. 

VDV-Mitglieder finden die Muster im Mitgliederbereich unter "Downloads" . Nicht VDV-Mitglieder wenden sich bitte per E-Mail an Frau Britta Mas.  

Unsere Mitglieder beraten wir auf Wunsch bei der Kalkulation von Nutzungsentgelten und der Gestaltung von Entgeltsystemen. 

 

  • Ausreichende Kapazitäten schaffen und Finanzierung sichern

Der Schienengüterverkehr soll und wird weiter wachsen. Mit dieser Entwicklung muss auch die Eisenbahninfrastruktur Schritt halten und den Verkehrsunternehmen die benötigten Kapazitäten zur Verfügung stellen. Dies wird aber nur durch Erhalt, Ausbau und Neubau von Strecken und Serviceeinrichtungen zu erreichen sein.  Dafür benötigen die Infrastrukturbetreiber nachhaltige Finanzierungsmittel der öffentlichen Hand.

Der Bund muss auch künftig seiner grundgesetzlich verankerten Finanzierungsverantwortung für die Eisenbahninfrastruktur der bundeseigenen Bahnen gerecht werden. Mit der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) zwischen dem Bund und den Infrastrukturunternehmen der DB AG kann die Qualität und Leistungsfähigkeit des Bestandsnetzes der bundeseigenen Bahnen langfristig gesichert werden. Der Bund muss darüber hinaus die Mittel für die erforderlichen Neubau- und Ausbaumaßnahmen des bundeseigenen Netzes bereitstellen.

Auch bei der Finanzierung der Infrastruktur der NE ist der Bund in der Pflicht. Er hat in den zurückliegenden Jahren einen gemeinsamen Ordnungsrahmen für alle Bahnen geschaffen und die öffentlichen Infrastrukturen der bundeseigenen und der nichtbundeseigenen Eisenbahnen rechtlich gleichgestellt. Die Infrastrukturfinanzierung ist bei den NE aber nach wie vor eine unternehmerische Aufgabe. Der VDV setzt sich dafür ein, dass hinsichtlich der Infrastrukturfinanzierung für alle Bahnen gleiche Rahmenbedingungen geschaffen werden.
 

  • Staatliche Förderprogramme nutzen

Die Bundesrepublik Deutschland stellt Fördermittel für Gleisanschlüsse und Terminals des kombinierten Verkehrs zur Verfügung.  Ansprechpartner beim VDV ist Herr Gersinske

 

  • Schienenlärm

 Die Minderung des vom Schienengüterverkehr ausgehenden Lärms ist eine der großen aktuellen Herausforderungen für die Verkehrspolitik und die beteiligten Unternehmen. Der Ersatz konventioneller Grauguss-Bremsklotzsohlen (GG-Sohlen) durch moderne Verbundstoff-Bremsklotzsohlen (V-BKS) bei Güterwagen der Bestandsflotte ist kurz- bis mittelfristig der mit Abstand wirkungsvollste Ansatz für eine signifikante Reduzierung des Schienengüterverkehrslärms. Lärmabhängige Trassenpreise können zur beschleunigten Umrüstung beitragen. Darüber hinaus sind weitere fahrweg- und fahrzeugbezogene Maßnahmen erforderlich, um die Belastungen für die lärmgeplagten Anwohner von Eisenbahnstrecken deutlich zu senken. Um die Marktposition des energiesparenden und klimaschonenden Schienengüterverkehrs nicht zu beeinträchtigen, muss das Lärmsanierungsprogramm des Bundes weiterentwickelt und zusätzlich für lärmmindernde Maßnahmen an den Fahrzeugen geöffnet werden.


 

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