• Suche
  • Mitgliederbereich
  • Landesgruppen
  • Informationen auf Englisch
  • Newsroom
  • Social Media Kanäle

Pressemitteilungen

Hier können Sie nach Pressemitteilungen des VDV suchen. Wenn Sie keinen Suchbegriff eingeben oder keinen Themenbereich bzw. Zeitraum auswählen, werden Ihnen alle VDV-Pressemitteilungen im Suchergebnis angezeigt.

Metropolenkonferenz Hamburg

Diskussion über eine zukunftsfähige Mobilität in der Metropolregion

Hamburg steht angesichts seines Bevölkerungs- und Verkehrswachstums vor enormen Herausforderungen. Wie lässt sich die Mobilität in der Metropolregion vor diesem Hintergrund klimafreundlicher und effizienter gestalten? Antworten auf diese Frage soll die Metropolenkonferenz Hamburg geben, die am heutigen Donnerstag von der Initiative „Deutschland mobil 2030“ auf dem Hamburger Rathausmarkt veranstaltet wird. An der hochkarätig besetzten Diskussion beteiligt sich unter anderem Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Die Verbesserung der Mobilität ist für Bürgermeister Tschentscher ein zentrales Thema: „Die Zukunft unserer Mobilität liegt im Öffentlichen Nahverkehr. In einer Metropole wie Hamburg sind schienengebundene Schnellbahnen – also unsere U- und S-Bahnen – das leistungsfähigste Verkehrsmittel. Deshalb bauen wir eine völlig neue U5, verlängern die U4, planen neue S-Bahnlinien und verdichten so das Netz an U- und S-Bahn-Stationen. Auch das Angebot an Busverbindungen wird deutlich verbessert. Das öffentliche Nahverkehrsangebot und die Radwege sollen so komfortabel werden, dass immer mehr Menschen auf die tägliche Nutzung des Autos verzichten.“

Mit 1,9 Millionen Einwohnern hat die Hansestadt Ende 2018 eine neue Schallmauer durchbrochen. Zwar verzichten immer mehr Haushalte auf ein eigenes Auto, die Zahl der Wege hat bedingt durch das Bevölkerungswachstum aber zugenommen. Vor dem Hintergrund der drängenden Probleme ist die Verkehrspolitik zu einem Topthema für die Einwohner und die Hamburgische Bürgerschaft geworden. Der Wettbewerb um neue Mobilitätsideen und deren Umsetzung hat begonnen. Ein von allen politischen Akteuren favorisierter Weg besteht in der Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Es gibt aber unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die genaue Ausgestaltung aussehen soll, ob eine Senkung der Ticketpreise der richtige Weg zur Gewinnung neuer Fahrgäste ist, welche Rolle On-Demand-Angebote künftig spielen sollten und wie sich die Chancen der Digitalisierung bestmöglich nutzen lassen. Die Metropolenkonferenz soll wichtige Impulse für die Debatte über die Mobilität der Zukunft liefern.

Wege zu einem besseren Mobilitätsangebot

„Die Region Hamburg gehört zu den wachstumsstärksten Metropolregionen – das wirkt sich auch auf das Verkehrsaufkommen aus“, sagt Kay Uwe Arnecke, Vorsitzender der Landesgruppe Nord des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg. „Wenn wir die Klimaziele erreichen und die Lebensqualität der Menschen erhalten wollen, müssen wir den öffentlichen Personenverkehr noch stärker priorisieren und ausbauen. Die Metropolenkonferenz soll die Diskussion über die Zukunft der Mobilität in Hamburg voranbringen und neue Lösungen für eine nachhaltigere Gestaltung des Verkehrs aufzeigen.“ Ob die vom Hamburger Senat verabschiedeten Maßnahmen für einen Hamburg-Takt ausreichen und was darüber hinaus passieren muss, diskutieren im Rahmen der Veranstaltung neben dem Ersten Bürgermeister unter anderem Dr. Klaus Bonhoff, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und die Klimaschutz-Aktivistin Luisa Neubauer von „Fridays for Future“.

Wie umweltfreundliche Verkehrsmittel gestärkt und der Anteil des ÖPNV am Modal Split ausgebaut werden kann, haben Wien und Zürich in den vergangenen Jahrzehnten gezeigt. Angelika Winkler, stellvertretende Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Wien, und Dominik Brühwiler, stellvertretender Direktor und Leiter Verkehrsplanung des Zürcher Verkehrsverbundes, stellen den Wiener bzw. Züricher Weg zu mehr klimafreundlichem Verkehr im Rahmen Metropolenkonferenz vor und sprechen mit den anderen Teilnehmern darüber, was deutsche Metropolen wie Hamburg von den Nachbarn lernen können.

Über die aktuell bereits laufenden Projekte für eine bessere Mobilität mit mehr ÖPNV und neuen, flexiblen Angeboten im Großraum Hamburg berichten Lutz Aigner, Sprecher der Geschäftsführung des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV), und Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn: „Um die Mobilitätswende in Hamburg zu realisieren, müssen wir in ganz Hamburg ein attraktives ÖPNV-Angebot bereitstellen – auch dort, wo bislang keine große Nachfrage herrscht. Darüber hinaus müssen wir ergänzende Services wie das Ridesharing sinnvoll mit dem öffentlichen Verkehr verknüpfen.“, so Falk. Lutz Aigner ergänzt: „Ein qualitativ hochwertiger Nahverkehr ist ein wichtiger Schlüssel für eine zukunftsfähige Mobilität in der Metropolregion Hamburg. Mit den aktuellen Schienenausbauprojekten und der Angebotsoffensive ist Hamburg auf einem guten Weg und macht den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr attraktiver.“

Mehr erfahren:

www.deutschland-mobil-2030.de
Kontakt:
Deutschland mobil 2030 GmbH
Lars Wagner
Pressesprecher
Leipziger Platz 8
10117 Berlin
Tel.: 030 39993214
Mail: kontakt@dm2030.de

Die Initiative „Deutschland mobil 2030“ will die Debatte über eine effizientere und umweltverträglichere Mobilität in Deutschland voranbringen. In der Initiative engagieren sich neben dem VDV, zahlreichen seiner Mitgliedsunternehmen und dem Deutschen Städtetag auch der ADAC, der ACE, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Deutsche Städte- und Gemeindebund mit dem Ziel, konkrete Lösungen für die Mobilität von morgen zu finden. Einen zentralen Baustein bilden dabei die Metropolenkonferenzen. Die Veranstaltungsreihe zeichnet sich durch eine hochkarätige Besetzung der Gesprächsrunden mit Spitzenvertretern aus Politik, Unternehmen, Verbänden und Institutionen auf Landesebene aus. Nach Hamburg ist für November die Metropolenkonferenz Nürnberg geplant.