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Güterverkehr,  03.02.2017

VDV begrüßt Beschluss der EU-Kommission zur Vereinheitlichung der europäischen Zugsicherungssysteme

Bis zum Jahr 2030 sollen die wichtigsten europäischen Schienenverkehrskorridore mit einem einheitlichen Standard des europaweiten Zugsicherungssystem ERMTS ausgerüstet werden. Das hat die EU-Kommission Anfang dieses Jahres beschlossen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), in dem rund 240 Eisenbahnunternehmen organsiert sind, begrüßt die Entscheidung der Kommission: „Endlich geht es bei der europaweiten Standardisierung von ERMTS voran. Es wird höchste Zeit, dass wir uns von den zahlreichen Insellösungen der EU-Mitgliedsstaaten verabschieden und die Zugsicherung als europaweit einheitliche Lösung umsetzen. Betrieblich und organisatorisch ist ein EU-weiter Standard der einzig sinnvolle Weg, um grenzüberschreitende Verkehre auf der Schiene zu vereinfachen. Der aktuelle Wildwuchs verschiedener ERMTS-Systeme in den Ländern muss beendet werden“, so VDV-Vizepräsident Joachim Berends. Dem jüngsten Beschluss der EU-Kommission war im September 2016 bereits eine Selbstverpflichtung des europäischen Bahnsektors vorausgegangen. Damit legt sich die Branche fest, ab sofort nur noch einen gemeinsamen ERMTS-Standard umzusetzen.



Der Nutzen eines EU-weit einheitlichen interoperablen Zugsicherungssystems ist branchenweit unbestritten. Dennoch steht das europaweite ERMTS-System seit seiner Einführung vor großen Problemen: Nichtumsetzung der ursprünglich vorgesehenen infrastrukturseitigen Ausrüstungsverpflichtungen, mangelnde Kompatibilität der verschiedenen Versionen, hohe Kosten. Nationale Sonderwege und ein unzureichendes europäisches Projektmanagement haben zur Installation von Insellösungen auf den heute europaweit insgesamt 23.000 ausgerüsteten Streckenkilometern geführt. Die Kosten für die betroffenen Unternehmen sind dadurch in ungeahnte Höhe getrieben worden.

„Der Bahnsektor, und allen voran der Schienengüterverkehr, hat ohnehin mit hoher Kostenbelastung und zahlreichen Regulierungseingriffen des europäischen und der nationalen Gesetzgeber zu kämpfen. Da ist es wenig hilfreich, wenn die EU-Mitgliedsstaaten beim Zugsicherungssystem, das eigentlich von Beginn an als europaweit einheitlicher Standard geplant war, verschiedene, nicht-kompatible Versionen für ihre Netze durchsetzen. Damit macht man der Branche das Leben unnötig schwer. Wir sind froh, dass die EU-Kommission jetzt einen neuen ernsthaften Vorstoß zur Vereinheitlichung unternimmt“, so Berends. Der VDV und seine Mitglieder hoffen, dass der ambitionierte Zeitplan der Kommission auch in Deutschland eingehalten wird: Denn bereits bis Juli 2017 müssen die EU-Mitgliedsstaaten konkrete Ausrüstungspläne für die sie betreffenden Streckenabschnitte vorlegen.
170203 PM ERMTS EU Kommission

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