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Daten & Fakten zum Personen- und Schienengüterverkehr


Die Mitgliedsunternehmen des VDV spielen eine entscheidende Rolle bei der Lösung verkehrlicher Herausforderungen. Sie befördern jeden Tag 30 Millionen Fahrgäste in Deutschland mit Bus und Bahn und ersparen damit mehr als 20 Millionen Autofahrten. Pro Jahr transportieren die Güterbahnen in Deutschland rund 600 Millionen Tonnen Güter auf der Schiene. Das ersetzt etwa 77.000 vollbeladene Lkw am Tag. Jedes Jahr sparen Busse und Bahnen 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid ein.

Mehr klimafreundlicher Nahverkehr

Der öffentliche Nahverkehr leistet in der Gesellschaft einen unentbehrlichen Beitrag zur Mobilitätsversorgung, zur Verbesserung der Verkehrsströme und der allgemeinen Lebensqualität – und nicht zuletzt zur Erreichung der Klimaziele.

Fahrgäste
Rund 10,4 Milliarden Fahrgäste nutzten 2019 den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Deutschland. Busse und Bahnen ersetzen damit jeden Tag rund 20 Millionen Autofahrten auf deutschen Straßen.

Personenkilometer
Die deutschen ÖPNV-Unternehmen leisteten 2019 94,6 Milliarden Personen-km. Rund 49 Milliarden Personen-km wurden dabei vom Eisenbahnverkehr erbracht, gefolgt von den Bussen mit ca. 28 Milliarden und den städtischen Bahnen mit ca. 18 Milliarden.

Einnahmen aus der Fahrgastbeförderung
13,3 Milliarden Euro nahmen die deutschen Nahverkehrsunternehmen 2019 durch Fahrgelder ein (inklusive Ausgleichzahlungen). Das sind rund 35 Prozent mehr als vor zehn Jahren.

Ein klarer Umweltvorteil für den ÖPNV
Der ÖPNV spart insgesamt 10,5 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen. Jeder Fahrgast leistet einen wertvollen Beitrag für das Klima und die Luftqualität, denn jeder mit dem ÖPNV zurückgelegte Kilometer spart im Vergleich zur Autofahrt im Durchschnitt 95 Gramm Treibhausgase und 19 Gramm Stickoxide. Ein weiterer Vorteil des ÖPNV liegt in der Entlastung der Straßen und Verringerung der Staugefahr. Würden die ÖPNV-Kunden ihre Wege mit dem Pkw zurücklegen, würden 86,5 Mrd. Pkw-km zusätzlich auf deutschen Straßen anfallen.

138 Fahrten je Einwohner – noch nie wurde so viel
ÖPNV gefahren wie heute
Im Jahr 2017 stieg jeder Einwohner
durchschnittlich 138-mal in Bus oder Bahn ein.
2008 waren es noch 129 Einstiege (+ 7 Prozent).

ÖPNV-Finanzierung - eine Herausforderung
Ein kundenorientierter, zukunftsfähiger und klimafreundlicher ÖPNV muss finanziert werden. Es gibt zwei Säulen der Finanzierung: Einnahmen aus Ticketverkauf und Zahlungen der öffentlichen Hand.

Nutzerfinanzierung

Die Kunden zahlen über den Kauf der Fahrausweise 12,8 Mrd. Euro. Bildet man den Durchschnittspreis über alle Ticketarten zahlt der Fahrgast im Schnitt 1,11 Euro je Fahrt.

Das zahlt die öffentliche Hand jährlich je Einwohner für den ÖPNV
Je geringer der Fahrgastbeitrag ist, desto mehr verlagert sich die Finanzierung auf die öffentliche Hand. Insgesamt zahlt die öffentliche Hand derzeit 9,4 Mrd. Euro im Jahr für den Betrieb des ÖPNV. Jede Fahrt im ÖPNV wird daher im Durchschnitt mit 0,82 Euro durch die öffentliche Hand mitfinanziert (ohne Investitionszuschüsse).

Für Investitionen in den ÖPNV werden Zahlungen in Höhe von 19,30 Euro je Einwohner durch die öffentliche Hand bereitgestellt (GVFG-Bundesprogramm, Reg.-Mittel etc.).

Quellen: VDV-Statistik, Statistisches Bundesamt | Stand: Januar 2020


Schienengüterverkehr und Eisenbahninfrastruktur

In der Sparte Schienengüterverkehr des VDV sind ca. 200 Unternehmen organisiert; mehr als 100 sind aktiv in der Güterbeförderung tätig, über 140 Unternehmen betreiben Eisenbahninfrastruktur; etwa 40 Gesellschaften zählen zu den Werks- und Industriebahnen. Der VDV vertritt rund 60 Hafenbahnen.* Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht wesentlicher Kennzahlen und Fakten zum Schienengüterverkehr. Ausführliches statistisches Datenmaterial finden Sie in unserer jährlich erscheinenden VDV-Statistik.

* Da viele Unternehmen in mehreren Bereichen tätig sind, sind diese Angaben nicht addierbar.

Verkehrsaufkommen
Im Jahr 2018 transportierten die VDV-Unternehmen im öffentlichen und nichtöffentlichen Schienengüterverkehr 595 Millionen Tonnen. Das ersetzte werktäglich rund 77.000 voll beladene Lkw auf deutschen Straßen.

Verkehrsleistung
Die VDV-Unternehmen im öffentlichen und nichtöffentlichen Schienengüterverkehr fuhren 2018 109 Milliarden Tonnen-km. Verschiedene Prognosen rechnen mit einem Zuwachs der Verkehrsleistung im SGV von ca. 70 Prozent bis zum Jahr 2025 (EU-weit).

CO2
Pro Tonnen-km emittiert der deutsche Schienengüterverkehr nur ca. 19 Gramm CO2. Das sind fast 82 Prozent weniger als beim Lkw (103 g/Tonnen-km). Seit dem Jahr 2000 sind im SGV die CO2-Emissionen um 26 Prozent und der Energieverbrauch (kWh/Tonnen-km) um 29 Prozent gesunken. Und das trotz zunehmender Transportmengen.

Sicherheit
Gefahrguttransporte sind auf der Schiene über 42-mal sicherer unterwegs als auf der Straße. Pro einer Milliarde Tonnen-km gibt es nur 0,26 Gefahrgutunfälle im Schienengüterverkehr. Im Straßengüterverkehr sind es dagegen etwa 11 Gefahrgutunfälle pro einer Milliarde Tonnen-km. Auch im Personenverkehr ist die Eisenbahn deutlich sicherer als das Auto: In Bezug auf das Verletzungsrisiko ist die Fahrt mit dem Zug 133 mal sicherer als mit dem Pkw.

Gleislänge
Das deutsche Schienenverkehrsnetz hat eine Gleislänge von über 67.000 km. Über 6.000 km werden dabei von nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE) bewirtschaftet. Für dringende Investitionen in die Verkehrsanlagen der NE besteht ein Finanzierungsbedarf von jährlich 150 Millionen Euro, 70 Millionen davon im Schienengüterverkehr.

Fahrzeuge und Beschäftigte
Die rund 140 VDV-Mitgliedsunternehmen des Schienengüterverkehrs haben beinahe 90.000 Güterwagen und 3.2400 Lokomotiven im Einsatz. In den Unternehmen sind knapp 80.000 Beschäftigte tätig.

Quellen: VDV-Statistik, Statistisches Bundesamt | Stand: November 2019

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