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Daten & Fakten zum ÖPNV und zum Schienengüterverkehr


Die Mitgliedsunternehmen des VDV spielen eine entscheidende Rolle für die Mobilitätswende und bei der Lösung verkehrlicher Herausforderungen. Durch die inzwischen mehr als zweijährige Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen sind viele Fahrtanlässe (Tourismus, Berufsalltag, Schule etc.) weggefallen. Die Fahrgastzahlen im deutschen ÖPNV liegen aktuell weit hinter dem Niveau von 2019 zurück.

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie befördern die VDV-Mitgliedsunternehmen jeden Tag 20 Millionen Fahrgäste in Deutschland mit Bus und Bahn und ersparen damit 14 Millionen Autofahrten. Im Jahr 2020 transportierten die VDV-Unternehmen im öffentlichen Schienengüterverkehr 288 Millionen Tonnen Güter. Das ersetzt am Tag rund 67.000 voll beladene Lkw auf deutschen Straßen. Jedes Jahr sparen Busse und Bahnen 10 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen ein.

Der öffentliche Verkehr: Ein Wirtschaftsfaktor für Deutschland

Eine vom VDV beauftragte Studie der CONOSCOPE GmbH in Kooperation mit dem KOWID Leipzig hat die volkswirtschaftlichen Effekte des öffentlichen Verkehrs in Deutschland in 2019 analysiert und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:

Wertschöpfungskette
Beachtliche Wertschöpfungseffekte durch die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs.

  • Insgesamt gehen über 67,4 Milliarden Euro der Wertschöpfung in Deutschland auf den öffentlichen Verkehr zurück. 
  • Jeder Euro direkte Wertschöpfung bei den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs ist mit weiteren 2,10 Euro Wertschöpfung für die Bundesrepublik verknüpft.
  • Auf indirekter Ebene entsteht so ein Wertschöpfungseffekt von 28,3 Milliarden Euro sowie auf induzierter Ebene von 17,4 Milliarden Euro.

Beschäftigungseffekte
Der Arbeitsmarkt in Deutschland profitiert deutlich.

  • Der Gesamtbeschäftigungseffekt der Branche des öffentlichen Verkehrs beläuft sich auf über 930.000 Voll- und Teilzeitbeschäftigte. Neben den 310.600 Beschäftigten bei den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs in Deutschland gehen weitere 619.600 Beschäftigte in der Bundesrepublik einher. 
  • Es ergibt sich ein Beschäftigungsmultiplikator von 2,0. Jeder Arbeitsplatz in der Branche führt zu zwei weiteren Arbeitsplätzen in Deutschland.

Einkommenseffekte
Private Haushalte in Deutschland profitieren von Einkommenseffekten.

  • Insgesamt gehen auf die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs knapp 41,6 Milliarden Euro Einkommen in Deutschland zurück. Auf direkter Ebene sind dies in der Untersuchungsregion 17,4 Milliarden Euro Einkommen. Über die wirtschaftliche Verflechtung kommen weitere 15,6 Milliarden Euro auf indirekter und 8,6 Milliarden Euro auf induzierter Ebene hinzu.
  • Somit beläuft sich der gesamte Einkommenseffekt, welcher auf die Branche des öffentlichen Verkehrs zurückzuführen ist, auf 24,2 Milliarden Euro.
  • Dies entspricht einem Einkommensmultiplikator von 1,4. Je Euro Einkommen für Mitarbeiter der Unternehmen des öffentlichen Verkehrs entstehen in Deutschland 1,40 Euro Einkommen.


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Mehr Daten & Fakten

Busse und Bahnen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele
Der öffentliche Nahverkehr leistet in der Gesellschaft einen unentbehrlichen Beitrag zur Mobilitätsversorgung, zur Verbesserung der Verkehrsströme und der allgemeinen Lebensqualität – und nicht zuletzt zur Erreichung der Klimaziele. Darüber hinaus hat der öffentliche Verkehr auch einen wirtschaftlichen Nutzen für Deutschland.

Fahrgäste
Rund 7,1 Milliarden Fahrgäste nutzten 2020 den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der VDV-Mitgliedsunternehmen in Deutschland. Busse und Bahnen ersetzen damit jeden Tag rund 14 Millionen Autofahrten auf deutschen Straßen.

Personenkilometer
Die ÖPNV-Unternehmen des VDV leisteten 2020 58 Milliarden Personen-km. Rund 28 Milliarden Personen-km wurden dabei vom Eisenbahnverkehr erbracht, gefolgt von den Bussen mit ca. 19 Milliarden und den städtischen Bahnen mit ca. 11 Milliarden.

Einnahmen aus der Fahrgastbeförderung
10,3 Milliarden Euro nahmen die deutschen Nahverkehrsunternehmen des VDV 2020 durch Fahrgelder ein (inklusive Ausgleichzahlungen). Das ist ein Rückgang von 3 Milliarden im Vergleich zum Vorjahr und ungefähr so viel wie vor zehn Jahren.

Ein klarer Umweltvorteil für den ÖPNV
Der ÖPNV spart insgesamt 10 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen. Jeder Fahrgast leistet einen wertvollen Beitrag für das Klima und die Luftqualität, denn jeder mit dem ÖPNV zurückgelegte Kilometer spart im Vergleich zur Autofahrt im Durchschnitt 91 Gramm Treibhausgase und 19 Gramm Stickoxide. Ein weiterer Vorteil des ÖPNV liegt in der Entlastung der Straßen und Verringerung der Staugefahr. Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie würden ohne den ÖPNV 51 Milliarden Pkw-km zusätzlich auf deutschen Straßen anfallen.

138 Fahrten je Einwohner – noch nie wurde so viel ÖPNV gefahren wie heute
Im Jahr 2017 stieg jeder Einwohner durchschnittlich 138-mal in Bus oder Bahn ein. 2008 waren es noch 129 Einstiege (+ 7 Prozent).

Quellen: VDV-Statistik, Statistisches Bundesamt | Stand: Januar 2020


Schienengüterverkehr und Eisenbahninfrastruktur

In der Sparte Schienengüterverkehr des VDV sind ca. 200 Unternehmen organisiert; mehr als 100 sind aktiv in der Güterbeförderung tätig, über 150 Unternehmen betreiben Eisenbahninfrastruktur; etwa 40 Gesellschaften zählen zu den Werks- und Industriebahnen. Der VDV vertritt rund 60 Hafenbahnen.* Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht wesentlicher Kennzahlen und Fakten zum Schienengüterverkehr. Ausführliches statistisches Datenmaterial finden Sie in unserer jährlich erscheinenden VDV-Statistik.

* Da viele Unternehmen in mehreren Bereichen tätig sind, sind diese Angaben nicht addierbar.

Verkehrsaufkommen
Im Jahr 2020 transportierten die VDV-Unternehmen im öffentlichen Schienengüterverkehr 288 Millionen Tonnen. Das ersetzte werktäglich rund 67.000 voll beladene Lkw auf deutschen Straßen.

Verkehrsleistung
Die VDV-Unternehmen im öffentlichen Schienengüterverkehr fuhren im Jahr 2020 87 Milliarden Tonnen-km.

CO2
Pro Tonnen-km emittiert der deutsche Schienengüterverkehr nur ca. 17 Gramm CO2. Das sind 85 Prozent weniger als beim Lkw (113 g/Tonnen-km). Von 2010 bis 2019 ist der Energieverbrauch im Schienengüterverkehr um 14 Prozent gesunken, obwohl die Transportleistung im gleichen Zeitraum über 13 Prozent gestiegen ist.

Sicherheit
Gefahrguttransporte sind auf der Schiene sicherer unterwegs als auf der Straße. Im Jahr 2020 gab es einen Gefahrgutunfall im Schienengüterverkehr in Deutschland. Pro einer Million Zug-km entspricht das 0,001 Gefahrgutunfällen. Auch im Personenverkehr ist die Eisenbahn deutlich sicherer als das Auto: In Bezug auf das Verletzungsrisiko ist die Fahrt mit dem Zug 159 mal sicherer als mit dem Pkw.

Fahrzeuge und Beschäftigte
Die rund 200 VDV-Mitgliedsunternehmen des Schienengüterverkehrs und Eisenbahninfrastrukturbetriebs haben über 123.000 Güterwagen und 3.500 Lokomotiven im Einsatz. In den Unternehmen sind knapp 80.000 Beschäftigte tätig.

Quellen: VDV-Statistik, Statistisches Bundesamt | Stand: Stand: Juni 2022

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