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Schienengüterverkehr als Garant des Klimaschutzes im Verkehr – Qualität, Innovation und Kunden im Fokus

Gutachten zum Schienengüterverkehr in Deutschland bis 2030

JaccobH/Getty Images

Das Gutachten ermittelt den Handlungsbedarf im Schienengüterverkehr zur Erreichung der Wachstums- und Klimaschutzziele bis 2030. Um den angestrebten Marktanteil der Güterbahnen von mindestens 25 % bis 2030 zu erreichen, sind laut des Gutachters Roland Berger Gesamtinvestitionen von 52 Milliarden Euro sowie zahlreiche Verbesserungen bei ordnungspolitischen Rahmenbedingungen notwendig. Die Branche selber leistet dabei mit 13 Milliarden Euro einen erheblichen Eigenanteil an diesen Investitionen.

Das Gutachten schlägt der neuen Bundesregierung vor, dafür im ersten Schritt möglichst sofort nach Regierungsbildung ein „100-Tage-Programm“ für den Schienengüterverkehr auf den Weg zu bringen. Damit soll eine unmittelbare Anschubwirkung im Schienengüterverkehr für die gesamte Legislaturperiode erzielt werden.

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„Die Klimakrise ist die größte globale Herausforderung, die nur gemeinschaftlich gelöst werden kann. Anders als gegen die globale Corona-Pandemie gibt es gegen die Erderwärmung keine Impfstoffe. Doch wie bei Corona befinden wir uns in einem Wettlauf gegen die Zeit. Wir sind die letzte Generation, die den Klimawandel noch aufhalten kann. Es gibt einen Weg aus der Klimakrise. Er führt über die Schiene. Denn: Güterzüge sparen gegenüber dem Transport auf der Straße rund 80 bis 100 Prozent CO2, ein Güterzug ersetzt bis zu 52 LKW. „Mehr Güter auf die Schiene“ ist der Schlüssel, um die Klimaziele überhaupt noch zu erreichen.“
Dr. Sigrid Evelyn Nikutta · Vorstandsvorsitzende von DB Cargo

Das 100-Tage-Programm besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten 

1

Notwendige Mittel für den Infrastrukturausbau fest in Haushalt und Finanzplanung verankern

2

Bestehende Bundesmittel für Innovationen im Schienengüterverkehr stärken Bürokratieabbau im Schienengüterverkehr beschleunigen

3

Schienengüterverkehr von Energiesteuern und -abgaben entlasten Lkw im Vor- und Nachlauf des Kombinierten Verkehrs von der Maut befreien

4

Kranbarkeit von Sattelaufliegern europaweit gesetzlich verankern
Umrüstung des Rollmaterials auf ETCS finanziell unterstützen

5

Sprachbarrieren im grenzüberschreitenden Verkehr reduzieren

6

Europäische Verständigung zu Migration und Finanzierung DAK herstellen

7

Gleisanschluss für neue Industriegebiete und Logistikstandorte verbindlich vorschreiben

8

Höhere Förderung für den Einzelwagenverkehr im Bundeshaushalt verankern

„Die angestrebten Wachstumsziele im Schienengüterverkehr und die damit einhergehende Erfüllung der Klimaschutzziele im Verkehr sind bis 2030 erreichbar. Das jetzt vorliegende Gutachten zeigt aber sehr deutlich, wie groß die Herausforderungen für alle beteiligten Akteure sind, um das wirklich zu schaffen. Die Güterbahnen sind bereit ihren Beitrag dazu zu leisten. Aber wir brauchen dafür dringend und schnell die nötigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Sicherheit, dass die Finanzierung, vor allem für den notwendigen Ausbau der Schieneninfrastruktur, ausreichend und langfristig gesichert ist.“

Joachim Berends · VDV-Vizepräsident

Die Zukunft des Schienengüterverkehrs | Präsentation des Gutachtens am 30. September 2021 in Berlin

Rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Präsentation des Gutachtens von Roland Berger und der Podiumsdiskussion zur Zukunft des Schienengüterverkehrs.

Die Referentinnen und Referenten

  • Enak Ferlemann MdB (Parlamentarischer
    Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur)
  • Joachim Berends (VDV Vizepräsident)
  • Alexander Möller und Nico Falk (Roland Berger)
  • Daniela Kluckert MdB (stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr
    und digitale Infrastruktur im Deutschen Bundestag)
  • Dr. Sigrid Nikutta (Vorstandvorsitzende DB Cargo)

Fotos: Scarlett Werth | Bildschön

Vision für Schienengüterverkehr in Deutschland im Jahr 2030

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