Deutschland-Ticket: die größte Tarifrevolution im ÖPNV

Einfach in Bus und Bahn des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) einsteigen und mit einem einzigen Ticket im Nahverkehr quer durch Deutschland fahren, ohne sich Gedanken über Tarife und Zonen machen zu müssen: das ist das Deutschland-Ticket (kurz: D-Ticket)! Diese zukunftsweisende Tarifrevolution kann seit dem 1. Mai 2023 bundesweit in allen Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs genutzt werden. Das D-Ticket ermöglicht damit einen einfachen Zugang zu Bussen und Bahnen und setzt ein starkes Zeichen für die Verkehrswende in Deutschland und die Mobilität von morgen.

Das D-Ticket gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln des Nahverkehrs in Deutschland, auch in der 2. Klasse in den Regionalzügen. In den Zügen des Fernverkehrs (IC, EC, ICE sowie RE-Linien der DB Fernverkehr AG) und bei Anbietern wie zum Beispiel FlixTrain sowie in Fernbussen gilt das Ticket nicht. Das Deutschland-Ticket ist als Chipkarte oder digital als monatlich kündbares Abo erhältlich. Erfahren Sie bei uns mehr über den aktuellen Stand des D-Tickets, dem langen Weg zur Tarifrevolution und dem Ausblick in Richtung Mobilitätswende!

Update zum Deutschland-Ticket

zum Deutschland-Ticket aus der Bilanz 2025. Überschrift: „Deutschland-Ticket – Vertrauen bleibt trotz Preiserhöhung“. Links ein Pfeil nach oben mit der Angabe „63 Euro pro Monat“ sowie „Kündigungsquote: 5,75 %“. In der Mitte eine stilisierte Grafik mit farbigen Balken. Rechts drei Personen-Icons mit dem Text „14,6 Mio. Menschen besitzen ein D-Ticket“. Unten ein Hinweisfeld mit der Aussage „Deutschland-Ticket planbar halten“. Am unteren Rand stehen „Bilanz 2025“ und das Logo „VDV – Die Verkehrsunternehmen“.

Erneut keine Kündigungswelle beim Deutschland-Ticket nach Preiserhöhung

Genau ein Jahr nach der ersten Preiserhöhung wurde das Deutschland-Ticket zum 01.01.2026 erneut teurer. Die aktuelle Erhöhung von 58 auf jetzt 63 Euro pro Monat hat nach Angaben der Branche auch diesmal nicht zu einer Kündigungswelle geführt. Während die Kündigungsquote nach der Preiserhöhung 2025 bei rund acht Prozent lag, liegt sie mit aktuell 5,75 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert. „Wir sehen auch in diesem Jahr eindeutig keine Kündigungswelle durch die Preiserhöhung beim Deutschland-Ticket. Das ist gut und wichtig für die nach wie vor durch sinkende Ticketpreise angespannte Einnahmesituation der Branche. Es muss uns künftig gemeinsam mit Bund und Ländern gelingen, Stabilität bei der Gesamtfinanzierung des Deutschland-Tickets zu gewährleisten, damit wir die weiteren Potenziale dieses Angebots heben können. Dazu braucht es insgesamt eine auskömmliche Finanzierung aus den öffentlichen Haushalten, den bereits zwischen den Verkehrsministern vereinbarten Preisindex und die Weiterentwicklung einer bundesweiten, fairen Einnahmeaufteilung“, erklärt Wortmann. Insgesamt nutzten zum Jahresende 2025 rund 14,6 Millionen Menschen das Deutschland-Ticket. 74 Prozent davon waren Standard Deutschland-Tickets, 15 Prozent Jobtickets und 11 Prozent Semestertickets.

VDV begrüßt Entscheidung des Koordinierungsrats zur Einführung der so genannten „Stufe 2“ der Einnahmeaufteilung ab September

Der (VDV) sieht einen wichtigen Schritt in der Entscheidung des Deutschland-Ticket-Koordinierungsrats, einem Gremium aus Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern, die so genannte Stufe 2 der Einnahmeaufteilung beim Deutschland-Ticket rückwirkend zum September 2025 einzuführen: „Mit der Umsetzung der zweiten Stufe, einer Verteilung der Einnahmen aus dem Deutschland-Ticket nach Postleitzahlen, kommen wir endlich weiter in Richtung einer leistungsgerechteren Einnahmeaufteilung. Daher begrüßen wir diesen Beschluss von Bund und Ländern ausdrücklich. Gleichzeitig müssen auf dem weiteren Weg zu einer rechtssicheren Einnahmeaufteilung beim Deutschland-Ticket noch viele Fragen geklärt und maßgebliche Entscheidungen getroffen werden. Warum nicht das ganze Jahr 2025 in dieser Logik abgerechnet wird, erschließt sich uns nicht“, so VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff.

Zwei Jahre Deutschland-Ticket!

Am 1. Mai 2025 feierte das Deutschlandticket seinen zweiten Geburtstag – und die Bilanz kann sich sehen lassen:
Immer mehr Menschen nutzen den ÖPNV dauerhaft. 13,5 Mio. Menschen nutzen das D-Ticket. Das zeigt die größte Marktforschung zum D-Ticket von VDV und Deutsche Bahn mit über 200.000 Befragten.
– 62 % mehr ÖPNV-Abonnent:innen seit Einführung des Tickets
– Monatliche Ersparnis im Schnitt: 17,10 Euro pro Person
–  Insgesamt bereits 4,25 Milliarden Euro Entlastung für Fahrgäste
– Rund 23 Millionen Menschen haben es mindestens einmal genutzt
– 68 % nutzen es dauerhaft, 45 % seit Tag 1
– 60 % digital verkauft – vor allem via Smartphone
– Mehr als ein Viertel der Fahrten hätte ohne das Ticket gar nicht oder mit dem Auto stattgefunden
– 2,3 Mio. Tonnen CO₂ konnten so seit Einführung des Deutschland-Tickets eingespart werden

Grafik mit einer wirtschaftlichen Bilanz des Deutschlandtickets. Oben steht in großer, weißer Schrift: „13,5 Mio. Menschen besitzen ein D-Ticket“. Darunter ein rotes Banner mit der Aussage: „Wirtschaftliche Lage des deutschen ÖPNV bleibt extrem angespannt!“. Unten links zeigt ein rotes Symbol mit einem Pfeil nach unten, dass die Einnahmen aus anderen Ticketangeboten um 3,2 Milliarden Euro gesunken sind. Rechts daneben ein rotes Symbol mit einem Pfeil nach oben, das auf steigende Personalkosten hinweist. Quelle: Berechnungen des Branchenverbands VDV, 2024. Logos von VDV – Die Verkehrsunternehmen unten rechts.

Koalitionsvertrag: D-Ticket bis Ende 2029 gesichert! 

Im Koalitionsvertrag 2025 ist das Deutschland-Ticket bis Ende 2029 finanziell abgesichert. Dies ist ein Erfolg für unsere Branche, jedoch ist es nun an der Zeit, das Ticket schnell weiterzuentwickeln. 

Denn: Das Branchenziel von mindestens 15 Millionen Nutzerinnen und Nutzern ist erreichbar. Wenn Politik und Branche jetzt mutig handeln, geht sogar noch mehr.

Denn: Das Branchenziel von mindestens 15 Millionen Nutzerinnen und Nutzern ist erreichbar. Wenn Politik und Branche jetzt mutig handeln, geht sogar noch mehr.

Deutschlands umfangreichste Marktforschung zum Deutschland-Ticket, koordiniert vom VDV und der Deutschen Bahn im Auftrag von Bund und Ländern, liefert vier starke Argumente:

1

Wachstumspotenzial ausschöpfen – insbesondere beim Jobticket. Aktuell liegt die Besitzquote bei Vollzeitbeschäftigten bei nur 22 %. Eine Verstetigung des Jobticket-Rabatts kann den entscheidenden Impuls setzen.

2

Finanzielle Entlastung – besonders für Pendler und Menschen mit geringem Einkommen. Das Ticket spart im Schnitt monatlich 17,10 Euro – insgesamt bereits über 4,25 Milliarden Euro seit Einführung.

3

Mehr Fahrgäste, aber kein Marktanteilsgewinn – Das D-Ticket hat die Nutzung von Bus und Bahn gesteigert. Um dauerhaft neue Fahrgäste zu gewinnen, braucht es nun verbesserte Angebote und Infrastruktur.

4

Mehr Klimaschutz – Dank Deutschland-Ticket werden heute monatlich rund 120.000 Tonnen CO₂ eingespart. Ein Plus von 15 % im Vergleich zum Vorjahr.

VDV-Präsident Ingo Wortmann: „Unser Ziel muss es sein, so viele Kundinnen und Kunden wie möglich vom Deutschland-Ticket zu überzeugen. Das Branchenziel von mindestens 15 Millionen Nutzerinnen und Nutzern ist erreichbar. Wenn Politik und Branche mutig und konsequent handeln, dann geht sogar noch mehr.“

Die wirtschaftliche Lage der Verkehrsunternehmen und Verbünde bleibt extrem angespannt. Dies liegt unter anderem an den aufgrund des Deutschland-Tickets sinkenden Fahrgeldeinnahmen und an deutlich gestiegenen Personalkosten.

Download

Unterwegs mit dem D-Ticket - zu den Lieblingsorten und den Lieblingsmenschen. Influencerin Hanna-Lena Gross ("Honeyhanni") und Video-Creater Franziskus Schade waren unterwegs und berichten in diesem Kurzfilm über ihre Erlebnisse mit dem D-Ticket. Jetzt anschauen!

Gemeinsame Verbändeerklärung

Auch nach der Sitzung der Verkehrsminister:innen-Konferenz am 11./12.10 ist für das Jahr 2024 keine finanzielle Planungssicherheit für Verkehrsunternehmen, Verbünde und Aufgabenträger gegeben. Unsicher sind die wirtschaftlichen Planungen für Personal-, Fahrzeug- und alle sonstigen Kosten sowie die Einnahmeseite. Die Gesellschafter der mittelständischen, privaten und kommunal-staatlichen Unternehmen sowie die Gewährleistungsträger der Verbünde und die kommunalen- und Landes-Aufgabenträger stehen damit voll im Risiko.

Die gemeinsame Erklärung der Verbände VDV, BSN, mofair und bdo 

1

Das Deutschland-Ticket ist von Bund und Ländern angesichts steigender Mobilitätskosten als Entlastungsmaßnahme der Bürger:innen und zur Stärkung des ÖPNV als klimafreundlicher Mobilitätsgarant für die Menschen eingeführt worden. Verkehrsunternehmen, Verbünde und Aufgabenträger sind in der Verantwortung der Umsetzung dieses Tickets und haben zunächst das 9-Euro-Ticket und in der Folge das Deutschland-Ticket in Rekordzeit ermöglicht.

2

Die mit dem Ticket verbundene Entlastung der Mobilitätskosten für die Bürger:innen und die ersten Erfolge des Deutschland-Tickets in Sachen Kundenbindung und Verkehrsverlagerung wollen wir verstetigen und zum Ausgangspunkt eines leistungsstarken und nachhaltigen ÖPNV für alle werden lassen.

3

Dazu braucht die Branche verlässliche Rahmenbedingungen. Diese sind insbesondere wirtschaftlich bedeutsam. Die Einnahmen aus dem Ticket gleichen die Defizite fehlender Einnahmen aus bisherigen Ticketverkäufen absehbar nicht aus. 50 % der Käufer:innen haben zuvor auskömmlichere Abonnements gekauft, ca. 40 % der Käufer:innen kommen aus hochpreisigeren Bartickets und Zeitkarten, 10 % sind „echte“ Neukund:innen.

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Auch nach der Sitzung der Verkehrsminister:innen-Konferenz am 11./12.10 ist für 2024 keine finanzielle Planungssicherheit für Verkehrsunternehmen, Verbünde und Aufgabenträger gegeben. Unsicher sind die wirtschaftlichen Planungen für Personal-, Fahrzeug- und alle sonstigen Kosten sowie die Einnahmeseite. Die Gesellschafter der mittelständischen, privaten und kommunal-staatlichen Unternehmen sowie die Gewährleistungsträger der Verbünde und die kommunalen- und Landes-Aufgabenträger stehen damit voll im Risiko.

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Wir fordern den Bundeskanzler und die Ministerpräsident:innen auf, diese Unsicherheit und dieses Risiko mit einem starken und einstimmigen Beschluss für die Zukunft des Deutschland-Tickets zu beenden. Es braucht eine verlässliche Finanzierung des Tickets für das gesamte Jahr 2024, damit die Branche planen und vor allem stark für das Ticket werben kann. Das Deutschland-Ticket für Studierende und die Verstetigung des Tickets als Jobticket auch über 2024 hinaus sind dafür wesentliche Voraussetzungen. Hinsichtlich der Ausgestaltung einer gemeinsamen Nachschussverpflichtung von Bund und Ländern stehen wir für eine Mitarbeit bereit.

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Auch wenn das Deutschland-Ticket aktuell sowohl in Betrieb, Vertrieb als auch in der notwendigen Digitalisierung zusätzliche Investitionen und Ausgaben notwendig macht, weiß die Branche, dass im eingeschwungenen Zustand des Tickets mit klaren und dauerhaften finanziellen sowie organisatorischen Rahmenbedingungen Effizienzen und Synergien gehoben werden müssen. Die Verkehrsunternehmen und Verbünde stehen für ehrliche, inhaltliche und lösungsorientierte gemeinsame Gespräche dazu bereit.

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Das Deutschland-Ticket ändert nichts daran: Wir brauchen eine dauerhafte, planungssichere Finanzierung des Gesamt-ÖPNV für den Erhalt und den Ausbau des Angebots in Städten und ländlichem Raum, in SPNV und ÖPNV. Neben dem Deutschland-Ticket benötigen wir deshalb das Deutschland-Angebot. Der Rahmen dafür muss der zwischen Bund und Ländern zu beschließende Ausbau- und Modernisierungspakt sein.

Der Weg zum Deutschland-Ticket

Nachdem Bund und Länder Ende 2022 eine Einigung darüber erzielt haben, wie das Deutschland-Ticket zu finanzieren ist, setzte die Branche alle Hebel in Bewegung, um mit dem bundesweiten Vorverkauf des Tickets am 3. April 2023 starten zu können. Dies stellte die einzelnen Verkehrsunternehmen und Verbünde vor großen technischen und vertrieblichen Herausforderungen. Dennoch konnte der bundesweite Vorverkauf des Deutschland-Tickets pünktlich Anfang April 2023 starten. 

Tarifrevolution im ÖPNV

Seit dem 1. Mai 2023 kann das Deutschland-Ticket bundesweit in allen Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gentutzt werden. Das Ticket ermöglicht damit einen einfachen Zugang zu Bussen und Bahnen.

Das D-Ticket gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln des Nahverkehrs in Deutschland, auch in der 2. Klasse in den Regionalzügen. In den Zügen des Fernverkehrs (IC, EC, ICE sowie RE-Linien der DB Fernverkehr AG) und bei Anbietern wie zum Beispiel FlixTrain sowie in Fernbussen gilt das Deutschland-Ticket nicht.

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