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Die Zukunft der Schiene 

Masterplan Schienenverkehr

Am 30. Juni 2020 wurde im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) der Schienenpakt zur Stärkung des Bahnsektors unterzeichnet und der „Masterplan Schienenverkehr“ vorgestellt. Zudem wurde die Umsetzung des Deutschlandtakts gestartet.

Der Masterplan Schienenverkehr ist das Ergebnis einer fast zweijährigen Arbeit des Schienensektors, der Nutzerinnen und Nutzer des Personen- und Schienengüterverkehrs und des Bundesverkehrsministeriums im Rahmen des Zukunftsbündnis Schiene. In sechs Arbeitsgruppen und einem Lenkungskreis wurde intensiv an gemeinsamen Lösungen gearbeitet, um die Eisenbahn für die anstehenden Herausforderungen einer modernen Mobilität von Personen und Gütern zukunftsfähig aufzustellen.

Im Rahmen der zahlreichen Projekte, die das Zukunftsbündnis Schiene für den Masterplan definiert hat, ist die Umsetzung des Deutschlandtakts zweifelsohne die komplexeste Aufgabe. Und aus Sicht des VDV die wichtigste mit Blick auf die Attraktivitätssteigerung des Verkehrsträgers Schiene: „Deutschlandtakt bedeutet nicht nur Personenfernverkehr. Es steckt doch so viel mehr hinter dieser Idee: Es geht um bessere, schnellere und zuverlässigere Verkehrsangebote für Personen und Güter. Der Masterplan Schiene zeigt auf, welche Schritte notwendig sind, um den Deutschlandtakt umzusetzen. Er stellt dabei nicht allein auf das bestellte SPNV-Angebot und das Fernverkehrsangebot ab, sondern auch auf die Interessen des Schienengüterverkehrs und der eigenwirtschaftlichen Angebote weiterer Anbieter. Dies ist zu begrüßen“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann.

» Schienenpakt des Zukunftsbündnis Schiene

» Masterplan Schienenverkehr

Zukunftsbündnis Schiene

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der Schiene war der Start des „Zukunftsbündnis Schiene“ durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Anfang Oktober 2018. Erfreulich ist vor allem für die Branche, dass die drei Kernanliegen der acht Bahnverbände – Halbierung der Trassenpreise, Deutschlandtakt und Innovationsförderung – im Arbeitsprogramm des Zukunftsbündnisses konkret aufgegriffen werden. Der VDV engagierte sich in den verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv, um die wesentlichen Maßnahmen für eine erfolgreiche Angebots- und Wettbewerbsverbesserung der Schiene voranzubringen.

›› Abschlussbericht der Arbeitsgruppen des Zukunftsbündnis Schiene (Mai 2020)

Masterplan Schienengüterverkehr

Die Bundesregierung hat im Juni 2017 den Masterplan Schienengüterverkehr vorgestellt. Er ist das Ergebnis gemeinsamer Arbeit des BMVI, von Bahnunternehmen, Branchenverbänden aus Verkehr, Logistik und Industrie und Wissenschaftlern, u.a. der VDV, am Runden Tisch Schienengüterverkehr. Der Masterplan stellt nicht nur ein Leitbild für einen leistungsstarken und zukunftsfähigen Schienengüterverkehr vor, sondern benennt auch Handlungsfelder und Meilensteine. Er liefert damit eine Anleitung für Maßnahmen zur Stärkung des Schienengüterverkehrs. Denn für die Verkehrswende muss der umweltfreundliche Schienengüterverkehr wettbewerbsfähiger werden. So ist die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene ein im Koalitionsvertrag der Bundesregierung formuliertes Ziel.

Seit der Vorstellung des » Masterplans Schienengüterverkehr im Juni 2017 sind einige Maßnahmen zur Umsetzung von der Bundesregierung auf den Weg gebracht worden – allen voran die Trassenpreissenkung im Schienengüterverkehr sowie die Aufnahme des Ausbaus wichtiger Güterverkehrsstrecken für 740 Meter lange Güterzüge in den vordringlichen Bedarf des Bundesschienenwegeausbaugesetzes.

Auch auf Seiten der Güterbahnen wurden seit Veröffentlichung des Masterplans wichtige Schritte zur Umsetzung der Maßnahmen gemacht. Insbesondere an der Lärmsanierung der Güterwagenflotte und an der Digitalisierung der Fahrzeuge arbeitet die Branche mit Hochdruck.

Einen Überblick zum "Masterplan Schienengüterverkehr" finden Sie hier.

Rund 600 Millionen Tonnen Güter werden jährlich in Deutschland auf der Schiene transportiert, werktäglich ersetzt der Schienengüterverkehr (SGV) somit rund 77.000 Lkw. Dabei erzeugt er pro Tonnen und Kilometer nur etwa 19 Gramm CO2 – das sind fast 82 Prozent weniger als beim Lkw (103 g/Tonnen-km). Seit dem Jahr 2000 sind im SGV die CO2-Emissionen um 26 Prozent und der Energieverbrauch (kWh/Tonnen-km) um 29 Prozent gesunken. Und das trotz zunehmender Transportmengen.

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