Bundeshaushalt 2025/2026 

VDV fordert Planungssicherheit über das Jahresende hinaus

Der Bundeshaushalt ist das wichtigste Steuerungsinstrument für die Verkehrspolitik in Deutschland. Für die Verkehrsunternehmen ist entscheidend, dass die finanziellen Mittel für Schiene und ÖPNV planbar, ausreichend und langfristig verfügbar sind. Nur so lassen sich die Ziele der Verkehrswende erreichen.

Über Jahre hinweg investieren, nicht jedes Jahr neu Anträge stellen
In seiner Pressemitteilung vom 16. Juli 2025 weist der VDV darauf hin, dass Infrastrukturprojekte – insbesondere im ÖPNV und der Schiene – über mehrere Jahre laufen und deshalb Planungssicherheit brauchen. Die bisher übliche Finanzierung im starren Jahresrahmen reicht dafür nicht aus. Ein überjährig nutzbarer Fonds wie das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) ist dringend notwendig. Nur so lassen sich Investitionssicherheit und Kontinuität schaffen.

Regio-Infrastrukturfonds für alle Schienenprojekte
Der VDV fordert außerdem, dass das SVIK auch für nicht bundeseigene Infrastrukturprojekte geöffnet wird. Konkret schlägt er einen bundesweiten, überjährigen Regio-Infrastrukturfonds vor. Damit ließen sich gerade im ländlichen Raum Ausbau und Modernisierung schneller und verlässlicher umsetzen

VDV-Präsident Ingo Wortmann:

„Wenn wir die Klimaziele erreichen und eine Mobilitätswende ermöglichen wollen, brauchen wir eine solide, langfristige Finanzierung der öffentlichen Verkehrsangebote. Der aktuelle Haushaltsentwurf lässt das leider noch vermissen“

Bewertung zum Haushaltsentwurf 2026

Auch im Entwurf für 2026 sieht der VDV Licht und Schatten:

1

Trassenpreisförderung: Für den Personenfernverkehr ist eine Erhöhung von 105 auf 200 Mio. € vorgesehen. Für den Schienengüterverkehr soll die Förderung jedoch von 275 auf 265 Mio. € sinken – benötigt werden mindestens 350 Mio. €, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene zu sichern.

2

ÖPNV-Investitionen: Die dynamische Aufstockung der Mittel für den Ausbau und die Modernisierung von Bus- und Bahnnetzen (GVFG) bleibt zu gering. Ohne deutliche Erhöhung sind die Ausbauziele nicht erreichbar.

3

Positiv: Höhere Mittel für Schieneninfrastruktur, E-Bus-Förderung und weitere Innovationsprojekte sind ein Schritt in die richtige Richtung.

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