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VDV-Positionen

VDV-Resolution zum Krieg in der Ukraine
Wir, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und seine über 600 Mitgliedsunternehmen aus dem öffentlichen Personen- und dem Eisenbahnverkehr im In- und Ausland, verfolgen mit größter Bestürzung den unbegründeten Angriff Russlands auf die Ukraine und verurteilen diese Entscheidung des Präsidenten der Russischen Föderation auf das Schärfste. Mit diesem Akt militärischer Gewalt wird auch die europäische Friedensordnung angegriffen, die den meisten Menschen auf dem Kontinent eine beispiellose Ära des Friedens bescherte.


Frieden ist das stärkste und wichtigste Argument für die freie und demokratische Gesellschaft, in der wir in der Europäischen Union leben. Diesen Frieden gilt es mit allen Mitteln zu verteidigen und zu erhalten.

Unsere Branche, in der über 300.000 Mitarbeitende aus aller Welt beschäftigt sind, steht für Vielfalt, Freiheit und Gemeinschaft. In den Verkehrsunternehmen und -verbünden arbeiten Menschen aus verschiedensten Kulturkreisen und Nationen – auch mit ukrainischen und russischen Wurzeln – friedlich und engagiert zusammen, die Branche ist multikulturell und spricht sich gegen jede Form von Gewalt und Unterdrückung aus, wie sie gerade durch das russische Militär in der Ukraine verübt wird.

Wir fordern die russischen Entscheidungsträger auf, die Gewalt unverzüglich zu beenden und das Militär abzuziehen. Unsere Solidarität gilt der Ukraine und ihrer Bevölkerung. Wir treten ein für die friedliche Völkerverständigung, zwischen Russland und der Ukraine, zwischen allen Völkern.

Der VDV und seine Mitgliedsunternehmen werden sich immer und überall für ein gemeinsames, demokratisches, freies und tolerantes Europa einsetzen. Denn wir stehen in der Verantwortung, die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft weiter zu stärken und für die nachfolgenden Generationen zu sichern. Wir stehen für Frieden, Freiheit und Demokratie, für Menschenrechte, Vielfalt und Gemeinschaft. Es darf weder in der Europäischen Union noch irgendwo auf der Welt Platz sein für Militarismus und kriegerische Gewalt, noch für Unterdrückung und Ausgrenzung.

Wir sind uns unserer Verantwortung als Branche bewusst und wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten der Ukraine, ihrer Bevölkerung und den Geflüchteten helfen. Deshalb setzen wir ab sofort und bis auf Weiteres folgende Maßnahmen um:

1.    Die nach Deutschland geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer können zur Sicherung ihrer Mobilität bundesweit bis auf Weiteres alle Angebote des Schienenpersonennahverkehrs und des Öffentlichen Personennahverkehrs kostenlos nutzen. Es genügt das Vorzeigen eines ukrainischen Ausweispapieres anstatt eines Fahrscheines. Für den Fernverkehr auf der Schiene gilt dies analog, hier kommen ergänzend sogenannte „Null-Euro-Tickets“ zum Einsatz.


2.    Die VDV-Mitgliedsunternehmen schicken Busse, einschließlich Fahrpersonal, an die deutsche Grenze, in denen die Geflüchteten ankommen und aufgenommen werden, um die Beförderung der Menschen in die Kommunen zu gewährleisten.

3.    Die im VDV organisierten Eisenbahnunternehmen des Schienengüter- und des Personenverkehrs erbringen bereits und bis auf Weiteres zusätzliche grenzüberschreitende Verkehrsleistungen, um dringend benötigte Hilfsgüter zur ukrainischen Grenze zu transportieren und um die dort zahlreich ankommenden Geflüchteten nach Deutschland und in andere europäische Staaten zu befördern.

 

4.    Auf Initiative des VDV stellt das Moskauer Büro des Weltverbandes UITP seine Arbeiten für russische Verkehrsunternehmen ein.

Wir unterstützen nach Kräften und aus tiefster Überzeugung die Institutionen, die nun in Polen, Deutschland, in der EU und in Europa mit der Organisation des Flüchtlingsstroms aus der Ukraine beschäftigt sind. Wir hoffen damit einen Beitrag leisten zu können, um die drohende humanitäre Katastrophe etwas zu mildern.